Pressemitteilung


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

   

EXTRA von „Grundschule aktuell“ zum kostenlosen Download

Aktuell zum „neuen Fibelstreit“ veröffentlicht der Grundschulverband ein EXTRA seiner Zeitschrift „Grundschule aktuell“.

 

Anfang September will eine Studie von Wissenschaftlern an der Bonner Universität endgültig herausgefunden haben: „Der ‚Fibelunterricht‘ führt bei Grundschülern zu deutlich besseren Rechtschreibleistungen“ als die Methoden Lesen durch Schreiben oder Rechtschreibwerkstatt. Die nach wie vor nur schwach dokumentierte Studie regte die Schlagzeilenproduktion enorm an und bot einen willkommenen Anlass, gängige Vorurteile und zum Teil absurde Anwürfe zu wiederholen. Die alle paar Jahre wiederholte Gespensterdebatte erlangt nun aber eine neue, eine politische Dimension:

 

● Ausgerechnet Philologen-Verbandspräsident Dr. Meidinger fordert ein „länderübergreifendes Verbot der Methode Lesen durch Schreiben“.

 

● In unmittelbarer Reaktion auf das Schlagzeilen-Gewitter verbietet die brandenburgische Kultusministerin Ernst (SPD) „die Methode Lesen durch Schreiben“ ab kommendem Schuljahr. Zuvor hatte Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Eisenmann (CDU) schon 2016 die Methode als schädlich eingestuft und verboten. Und: Wenn „besorgte Eltern“ (so das KM Baden-Württemberg) Verstöße gegen das Verbot melden, wird die Schulaufsicht eingeschaltet!

 

Der Grundschulverband stellt fest:

Methodenverbote in der Pädagogik durch die Politik verordnen zu wollen, ist nur in autoritären Staaten denkbar. Ein solches Vorgehen behindert die Arbeit in den Grundschulen, setzt Lehrerinnen und Lehrer unter Druck, verunsichert Eltern und schadet den Kindern.

 

Zum Download: EXTRA zum neuen Fibelstreit

Aktuell zum „neuen Fibelstreit“ veröffentlicht der Grundschulverband ein EXTRA seiner Zeitschrift „Grundschule aktuell“, das Sie hier kostenlos downloaden können. Das EXTRA ist ein Vorabruck aus dem nächsten Heft von „Grundschule aktuell“, das Anfang November erscheint.

 

Übrigens zeigt auch diese neue Debatte: Die Grundschule, ihre Kinder und die Lehrerinnen und Lehrer brauchen eine unüberhörbare Stimme in der Öffentlichkeit – einen starken Grundschulverband. Werden Sie Mitglied!

 

Mit freundlichen Grüßen

Maresi Lassek

Vorsitzende des Grundschulverbands

 

 Kinder brauchen Ihr Engagement und Ihre Kompetenz.

Der Grundschulverband e.V. unterstützt Sie dabei.

Setzen Sie ein Zeichen: Werden Sie Mitglied.

24.04.2018
Stellungnahme des Grundschulverbands zum „DigitalPakt Schule“ und zum KMK-Beschluss „Bildung in der digitalen Welt“
In seiner Stellungnahme fordert der Grundschulverband nicht nur, die Voraussetzungen an Grundschulen zu schaffen, sondern gibt auch Empfehlungen, wie eine sinnvolle digitale Bildung in der Grundschule realisiert werden kann und welche Stolpersteine ausgeräumt werden müssen. Auch wird deutlich, dass die digitalen Medien keinesfalls traditionelle Medien und Realerfahrungen aus der Grundschule verdrängen dürfen. Der Grundschulverband fordert außerdem: Kein Kind darf in der Grundschule von der digitalen Bildung ausgeschlossen werden. Die Schulen müssen in die Lage versetzt werden, Kinder auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten. Die Zukunft des Lernens muss in der Grundschule beginnen.
Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

05.02.2018

12.09.2016

Schulen auch architektonisch als Lern- und Lebensräume gestalten

 

Der Grundschulverband fordert nachdrücklich, die weithin überholten Schulbaurichtlinien neu zu fassen und stärker an pädagogischen Erfordernissen, an den veränderten Aufgaben und an Erkenntnissen aus der Schulentwicklungsforschung zu orientieren. 

Dies ist aus mehreren Gründen notwendig: Neben den auch zukünftig erforderlichen Schulneubauten braucht es wegen des über die Jahrzehnte gewachsenen Sanierungsstaus in immer mehr Schulgebäuden intelligente Lösungen für deren zukunftsgerechten Umbau. Hinzu kommen tiefgreifende bildungspolitische Reformen wie Ganztag, Inklusion und Gemeinschaftsschule, die Unterricht und Schulleben nachhaltig verändern. Vor allem aber hat sich das Selbstverständnis der Pädagogik selbst verändert (s. zur Begründung die 10 Thesen im Anhang unserer Pressemitteilung). 

Pressemitteilung

 

Pädagogik der Architektur - Architektur der Pädagogik

"Pädagogische Architektur" bedeutet einen Dreiklang:

bauliche Formen, aus pädagogischen Ansprüchen entwickelt; pädagogische Praxis, die sich Räume gestaltend aneignet; Prozesse, in denen alle

Beteiligten ihr Lernen und Zusammenleben aktiv mitgestalten.

In seinem einleitenden Beitrag geht Karl-Heinz Imhäuser von der Frage aus, 

wie die Schule aussehen wird, in die seine Enkel gehen werden. "In meinen

schlimmsten Albträumen ist es die Schule, die wir alle kennen und die sich, wenn wir nicht aufpassen, auch von den aktuellen Investitionswellen in neue Schulbauten landauf, landab nicht kleinkriegen lässt.«" Dieser und weitere Beiträge zum Thema der Pressemitteilung sind in der September-Ausgabe von Grundschule aktuell  "Räume zum Leben und Lernen" zu finden.

 

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10. Juni 2016

 

Stärkung der Kinderrechte in Schule und Gesellschaft

 

 

Der Grundschulverband begrüßt die Veröffentlichung des Manifests "Worauf Kinder und Jugendliche ein Recht haben. Kinderrechte, Demokratie und Schule" und veröffentlicht dazu eine Pressemitteilung. Seit PISA, IGLU, VerA und anderen Vergleichsstudien dominieren die Fachleistungen von Schüler/inne/n und Schulen die öffentliche Diskussion.

Auch aus  Sicht des Grundschulverbandes ist die Förderung fachlicher Kompetenzen eine zentrale Aufgabe der Schule. Schule ist aber viel mehr als ein Ort fachlichen Lernens, sie ist auch ein Raum für die Entwicklung der Persönlichkeit und für soziales und politisches Lernen. Wir stimmen dem PISA-Koordinator Andreas Schleicher zu, der am 28.2.16 in einem Interview des TAGESSPIEGEL sagte: "Dennoch halte ich es für äußerst wichtig, dass wir in einer vielfältiger werdenden Welt mehr Gewicht darauf legen, dass Schüler lernen, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sich für eine demokratische Gesellschaft engagieren und lernen, mit Menschen anderer Kulturen zu leben und zu arbeiten."2

 

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 fordert noch mehr. Sie formuliert verbindliche Ansprüche der Kinder an Staat und Gesellschaft. Angesichts der aktuellen Fluchtströme sind Schutzrechte besonders bedeutsam, zum Beispiel gegen Armut, Ausbeutung, Kriegsfolgen und Förderungsrechte, zum Beispiel auf eine Grundbildung für alle.

 

Die umfassende Partizipation der Kinder und Jugendlichen ist Teil des Weltaktionsprogrammes der UNESCO "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE). Das bedeutet für die Schule: Sie hat nicht nur die Aufgabe, Kinder und Jugendliche auf ihre Zukunft als demokratische Bürger und Bürgerinnen vorzubereiten - sie ist als öffentliche Institution auch selbst auf die Einhaltung der Kinderrechte verpflichtet. 

 

Bis hin zur Ausgestaltung des (Fach-) Unterrichts folgt aus den Kinderrechten der Anspruch einer stärkeren Selbst- und Mitbestimmung der Kinder bei Entscheidungen über Ziele, Themen und Lernwege. Die Umsetzung dieses Anspruchs voranzutreiben, sieht der Grundschulverband als eine gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule.

Nachfragen unter:

 

Prof. Dr. Hans Brügelmann (Fachreferent Qualitätsentwicklung): hans.bruegelmann@grundschulverband.de

 

Prof. Dr. Ursula Carle (Fachreferentin für Grundschulforschung): ursula.carle@grundschulverband.de

 

Pressemitteilung

 

20.02.2016

Grundschule unter Druck:

Grundschulverband mahnt überfällige Reformschritte an

 

Die Gremien des deutschen Grundschulverbands veröffentlichen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Grundschule aktuell den "Standpunkt Grundschule - Lernort und Arbeitsplatz" und geben damit den Startschuss für eine breite Diskussion über die Entwicklung und die Herausforderungen in der Grundschularbeit.

 

Pressemitteilung 

Standpunkt des Grundschulverbandes : Grundschule Lernort und Arbeitsplatz

Grundschule aktuell 133 Inhalt und Impressum

Lesehappen Maresi Lassek: Höchste Zeit, über den Arbeitsplatz zu reden

 Flüchtlingskinder - Wir sind verantwortlich und solidarisch

 

In jeder Minute muss ein Kind mit seinen Eltern oder allein die Flucht ergreifen, stellt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) fest. Weltweit sind derzeit an die 60 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Politische Verfolgung, Krieg und Bürgerkrieg, Umweltkatastrophen oder extreme Armut sind einige der Gründe für die Flucht.

Flüchtende Menschen suchen Sicherheit für sich und vor allem auch für ihre Kinder, ein Leben in Frieden und eine Aussicht auf Nahrung und Wohnung, Bildung und Arbeit.Diese Menschen benötigen in jedem Land, in dem sie Zuflucht suchen, dringend Hilfe, Unterstützung und Solidarität.


Resolution Flüchtlingskinder - Wir sind verantwortlich und solidarisch





Pressemitteilung "Rechtschreiben in der Diskussion"


Die Rechtschreibleistungen stehen wieder einmal in der Kritik - und mit ihnen der Rechtschreibunterricht in den Schulen.

Von den Medien hochgespielte Befunde zu einer angeblichen "Rechtschreibkatastrophe" setzen Bildungspolitik und Unterrichtspraxis unter Druck. 

Angesichts dieser Situation fordert die Vorsitzende des Grundschulverbands, Maresi Lassek, "Forschung und Praxis zusammenzubringen und eine Bestandsaufnahme zu versuchen, die den Kolleginnen und Kollegen in den Schulen Orientierung und Unterstützung gibt."

Mit dem Sammelband "Rechtschreibunterricht in der Diskussion" hat Erika Brinkmann für den Grundschulverband  einen grundlegenden Überblick zu diesem hoch aktuellen Thema herausgebracht: 

Im ersten Teil werden vierzehn verschiedene didaktische Ansätze von ihren Autor/inn/en anhand von zehn für die Praxis zentralen Fragen mit ihren theoretischen Grundlagen vorgestellt: von Augst über Bartnitzky, Bredel, Brinkmann und Dehn bis hin zu Peschel, Sommer-Stumpenhorst, Valtin und anderen. 

In Teil II stellen renommierte Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Fachrichtungen die Forschungslage zum Stand der Rechtschreibkompetenz zu ihrem Erwerb und dessen Förderung fundiert dar. 

Im dritten Teil berichten erfahrene Kolleg/inn/en aus den Schulen über bewährte unterrichtspraktische Anregungen - orientiert an den zentralen Kompetenzen, wie sie den Schulen durch die KMK-Bildungsstandards vorgegeben sind.   


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Kinder lernen in der Grundschule nicht genügend Medienkompetenz


Der Grundschulverband fordert eine stärkere Berücksichtigung der Medienbildung im Grundschulunterricht. Zur Förderung einer adäquaten Medienbildung in der Grundschule hat der Grundschulverband einen Standpunkt zum Thema Medienbildung veröffentlicht und ein Fachreferat für Medienbildung eingerichtet. 

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich viele Eltern über die Mediennutzung ihrer Kinder Sorgen machen. Die Veränderung der Kindheit durch Fernsehen, Smartphones/Tablets, Computerspiele und Internet wird allerdings in Grundschulen häufig ignoriert. Empirische Studien machen deutlich, dass Medienbildung nur selten in deutschen Grundschulklassenzimmern stattfinden kann. So sind nur wenige Grundschulklassenzimmer mit für den Medienunterricht erforderlichen modernen Technologien wie Beamer, interaktiven Whiteboards oder Tablets ausgestattet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

 

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Standpunkt Medienbildung

Fachreferat Medienbildung


Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten sind ein didaktisches, kein medizinisches Problem

 

Für die außerschulische Förderung sind kürzlich neue Leitlinien zur "Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und / oder Rechtschreibstörung" veröffentlicht worden. Sie fordern deshalb zu Recht schon in der Grundschule mehr Unterstützung für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb.

Denn auch in Deutschland gibt es zu viele Menschen, die nicht gut genug lesen und schreiben können. Problematisch ist aber das medizinische Verständnis von "Störungen". Mit ihm unterstellt die Leitlinie qualitative Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen im unteren Leistungsbereich. Ihre Leistungen und Schwierigkeiten unterschieden sich aber nur graduell vom Durchschnitt. 

Der Grundschulverband fordert deshalb eine Stärkung der Förderung in der Schule selbst.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: